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Reaktion auf den Anschlag von Berlin
"Man muss auch mal einen Moment innehalten"

Der CDU-Innenpolitiker Clemens Binninger hat dazu aufgerufen, den Behörden Zeit zu geben. Wer ständig Informationen erwarte, halte die Ermittler von ihrer Arbeit ab, sagte Binninger im Deutschlandfunk. Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen seien Anschläge im Einzelfall nicht zu verhindern.

Clemens Binninger im Gespräch mit Sarah Zerback | 20.12.2016
    Der CDU-Politiker Clemens Binninger bei einem Interview im Bundestag
    Clemens Binninger will abwarten, bis er die Tat von Berlin bewertet. (picture alliance / dpa / Daniel Naupold)
    Binninger sagte, die Tat könne nur dann richtig bewertet werden, wenn feststehe, wer der oder die Täter gewesen seien. Erst dann könne man Motive ergründen und ableiten, was man künftig anders machen könne. Dann könne sich auch ein anderes Motiv darstellen oder ein anderer Täterkreis ergeben als gedacht. Dafür müsse man die Ermittler aber auch in Ruhe ihre Arbeit machen lassen, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk.
    Dass man jeden Terroranschlag verhindern könne, glaubt Binninger nicht, auch wenn das bitter sei. Aber zu sagen, dass es überhaupt keine Sicherheit gebe, sei auch falsch. Den Behörden sei es ja viele Jahre gelungen, Anschläge in Deutschland zu verhindern. Aber es gehöre auch zur Ehrlichkeit dazu, zu sagen, dass in Einzelfällen auch Taten gelingen könnten.
    Das Interview mit Clemens Binninger können Sie hier mindestens sechs Monate nachhören.