
Bundespräsident Steinmeier lobte ihn mit den Worten, Deutschland habe einen großen Aufklärer verloren, der die Widersprüche der Moderne durchmessen habe. Kanzler Merz bezeichnete Habermas als einen der "bedeutendsten Denker unserer Zeit". Bundestagspräsidentin Klöckner erklärte, Habermas' Werk erinnere daran, dass Demokratie mehr als Mehrheiten sei, nämlich die gemeinsame Suche nach besseren Gründen. Hessens Ministerpräsident Rhein erinnerte daran, dass Habermas einen Großteil seines wissenschaftlichen Schaffens an der Goethe-Universität in Frankfurt verbracht habe. Die katholische Deutsche Bischofskonferenz lobte seine visionäre Kraft. Der Historiker Norbert Frei sagte im Deutschlandfunk,Habermas habe durch seine Interpretation von "Öffentlichkeit" als Diskurs unter Gleichberechtigten maßgeblich zur politischen Kultur in Deutschland beigetragen.
Habermas war gestern im Alter von 96 Jahren gestorben.
Diese Nachricht wurde am 15.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
