""Trade" ist, glaube ich, eine Marke und "Fair" wissen wir ja, also: Faire Marke vielleicht; Irgendwas, was gesund ist; Fair gehandelte Produkte, also wo die Bauern entsprechend bezahlt werden; Ich würde das jetzt nicht unbedingt kaufen. Ich kaufe das was mir schmeckt; Ich kauf die auch ab und zu, wie zum Beispiel Schokolade, Kaffee, Kakao und solche Sachen - fast regelmäßig. Die sind sehr gut.; Ja, wo ich sie bekomme, finde ich das eine ganz gute Sache, aber ich finde, die findet man noch sehr wenig. Also hier wüsste ich nicht, ob es sie hier gibt. "
Noch nicht alle Kunden von Lidl wissen, dass es in diesem Lebensmitteldiscounter mittlerweile fair gehandelte Waren gibt. Zwischen Cornflakes und Basmati-Reis stehen die neuen Produkte in den Regalen: Zum Beispiel Vollmilchschokolade aus Ghana oder Blütenhonig aus Nicaragua. Man muss schon genauer hinsehen, um die fair gehandelten Produkte von den Anderen unterscheiden zu können. Ob sich das Geschäft mit der fairen Ware für den Discounter lohnt? Thomas Oberle, Pressesprecher von Lidl, zieht eine erste Bilanz:
"Im Juni haben wir die ersten Produkte eingelistet. Ein erstes Resümee fällt schwer, wobei wir in einigen Filialen durchaus sagen können, dass wir ausverkauft waren. Die Aufmerksamkeit war sehr groß. Übrigens ein wesentlicher Bestandteil mit der Fair-Trade-Organisation ist, diese Produkte weiterhin immer wieder zu bewerben, weil wir haben da durchaus einen langem Atem und wollen das mit ganz gezielten Aktionen auch weiterhin befördern. "
Lidl arbeitet mit dem gemeinnützigen und unabhängigen Verein "Transfair" zusammen. Fairer Handel bedeutet für Transfair: das Verbot von illegaler Kinder- oder Zwangsarbeit, menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, einem garantierten Mindestpreis und nachhaltige und umweltschonende Wirtschaftsweisen. Dies ist der eigene Kriterienkatalog von Transfair, gesetzliche Bestimmungen darüber, was eigentlich fair gehandelt bedeutet und was nicht, gibt es bis jetzt noch nicht. Durch das Siegel, das Transfair vergibt, können die Käufer sicher gehen, dass der Aufpreis, den sie für diese Produkte zahlen auch wirklich beim Produzenten ankommt. Die Anzahl der Lizenznehmer, die die mit dem Fairtrade-Label ausgezeichneten Produkte verkaufen, ist in Deutschland im letzten Jahr um fast 30 Prozent gestiegen. Claudia Brück Pressesprecherin von Transfair ist zufrieden, dass sie unter den 1.500 TransFair-lizensierten Firmen seit Juni auch mit dem Lebensmitteldiscounter Lidl zusammen arbeitet.
"Grundsätzlich ist das System für alle offen. Diejenigen, die bereit sind, sich an dem Kriterienkatalog zu halten und das auch kontrollieren zu lassen, die haben die Möglichkeit die Produkte anzubieten. Es geht nicht darum, dass wir die Verbraucher dazu erziehen wollen, zu Lidl zu gehen, sondern wir möchten gerne diejenigen, die eh bei Lidl einkaufen da abholen und ihnen diese fair gehandelten Produkte anbieten. "
Für die einen ist es ein Erfolg, dass endlich auch Discounter fair gehandelte Produkte vertreiben, für die anderen ist es ein Affront, zum Beispiel für die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Sie wirft Lidl vor, dass sie den Verkauf nur zur reinen Imageverbesserung nutze. Birgit Dörring, Gewerkschaftssekretärin vom verdi-Bezirk Köln ist es wichtig, dass die Firma in Zukunft vor allen Dingen fair mit den eigenen Angestellten umgeht:
"Beschäftigte können sich nicht über ihre Recht informieren, können keine Informationen von Gewerkschaften erhalten. Man versucht Lidl-Filialen Betriebsratsfrei zu halten. Wir haben von 2.700 Filialen in Deutschland genau vier Betriebsräte - es gab vor einem halben Jahr acht! Kollegen wird gekündigt, weil sie für ihre Rechte einstehen und das ist eigentlich unsere Kritik an Lidl. "
Lidl-Sprecher Thomas Oberle weist die Vorwürfe als unwahr zurück.
"Fakt ist, in Deutschland werden unsere Mitarbeiter korrekt bezahlt. Wir bezahlen nach Tarif, wir bezahlen jede Minute Überstunde im Unternehmen. Wir tun sehr viel für die Ausbildung. Wir haben 1000 Auszubildende eingestellt im vergangenen Jahr. Ich denke, in dieser Hinsicht stehen wir nicht nur in der Branche, sondern in der Unternehmerlandschaft nicht schlecht dar. Wir haben noch nie eine so hohe Identifikation unserer Mitarbeiter mit dem Unternehmen erlebt, seit dieser Kampagne und seit den Vorwürfen. "
Der Discountermarkt Lidl will sich durch die Kritik nicht davon abbringen lassen, fair gehandelte Ware weiterhin zu verkaufen und seine Produktpalette zu erweitern - eventuell will Lidl das Fair-Trade-Angebot sogar europaweit ausbauen.
Noch nicht alle Kunden von Lidl wissen, dass es in diesem Lebensmitteldiscounter mittlerweile fair gehandelte Waren gibt. Zwischen Cornflakes und Basmati-Reis stehen die neuen Produkte in den Regalen: Zum Beispiel Vollmilchschokolade aus Ghana oder Blütenhonig aus Nicaragua. Man muss schon genauer hinsehen, um die fair gehandelten Produkte von den Anderen unterscheiden zu können. Ob sich das Geschäft mit der fairen Ware für den Discounter lohnt? Thomas Oberle, Pressesprecher von Lidl, zieht eine erste Bilanz:
"Im Juni haben wir die ersten Produkte eingelistet. Ein erstes Resümee fällt schwer, wobei wir in einigen Filialen durchaus sagen können, dass wir ausverkauft waren. Die Aufmerksamkeit war sehr groß. Übrigens ein wesentlicher Bestandteil mit der Fair-Trade-Organisation ist, diese Produkte weiterhin immer wieder zu bewerben, weil wir haben da durchaus einen langem Atem und wollen das mit ganz gezielten Aktionen auch weiterhin befördern. "
Lidl arbeitet mit dem gemeinnützigen und unabhängigen Verein "Transfair" zusammen. Fairer Handel bedeutet für Transfair: das Verbot von illegaler Kinder- oder Zwangsarbeit, menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, einem garantierten Mindestpreis und nachhaltige und umweltschonende Wirtschaftsweisen. Dies ist der eigene Kriterienkatalog von Transfair, gesetzliche Bestimmungen darüber, was eigentlich fair gehandelt bedeutet und was nicht, gibt es bis jetzt noch nicht. Durch das Siegel, das Transfair vergibt, können die Käufer sicher gehen, dass der Aufpreis, den sie für diese Produkte zahlen auch wirklich beim Produzenten ankommt. Die Anzahl der Lizenznehmer, die die mit dem Fairtrade-Label ausgezeichneten Produkte verkaufen, ist in Deutschland im letzten Jahr um fast 30 Prozent gestiegen. Claudia Brück Pressesprecherin von Transfair ist zufrieden, dass sie unter den 1.500 TransFair-lizensierten Firmen seit Juni auch mit dem Lebensmitteldiscounter Lidl zusammen arbeitet.
"Grundsätzlich ist das System für alle offen. Diejenigen, die bereit sind, sich an dem Kriterienkatalog zu halten und das auch kontrollieren zu lassen, die haben die Möglichkeit die Produkte anzubieten. Es geht nicht darum, dass wir die Verbraucher dazu erziehen wollen, zu Lidl zu gehen, sondern wir möchten gerne diejenigen, die eh bei Lidl einkaufen da abholen und ihnen diese fair gehandelten Produkte anbieten. "
Für die einen ist es ein Erfolg, dass endlich auch Discounter fair gehandelte Produkte vertreiben, für die anderen ist es ein Affront, zum Beispiel für die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Sie wirft Lidl vor, dass sie den Verkauf nur zur reinen Imageverbesserung nutze. Birgit Dörring, Gewerkschaftssekretärin vom verdi-Bezirk Köln ist es wichtig, dass die Firma in Zukunft vor allen Dingen fair mit den eigenen Angestellten umgeht:
"Beschäftigte können sich nicht über ihre Recht informieren, können keine Informationen von Gewerkschaften erhalten. Man versucht Lidl-Filialen Betriebsratsfrei zu halten. Wir haben von 2.700 Filialen in Deutschland genau vier Betriebsräte - es gab vor einem halben Jahr acht! Kollegen wird gekündigt, weil sie für ihre Rechte einstehen und das ist eigentlich unsere Kritik an Lidl. "
Lidl-Sprecher Thomas Oberle weist die Vorwürfe als unwahr zurück.
"Fakt ist, in Deutschland werden unsere Mitarbeiter korrekt bezahlt. Wir bezahlen nach Tarif, wir bezahlen jede Minute Überstunde im Unternehmen. Wir tun sehr viel für die Ausbildung. Wir haben 1000 Auszubildende eingestellt im vergangenen Jahr. Ich denke, in dieser Hinsicht stehen wir nicht nur in der Branche, sondern in der Unternehmerlandschaft nicht schlecht dar. Wir haben noch nie eine so hohe Identifikation unserer Mitarbeiter mit dem Unternehmen erlebt, seit dieser Kampagne und seit den Vorwürfen. "
Der Discountermarkt Lidl will sich durch die Kritik nicht davon abbringen lassen, fair gehandelte Ware weiterhin zu verkaufen und seine Produktpalette zu erweitern - eventuell will Lidl das Fair-Trade-Angebot sogar europaweit ausbauen.