"Terrorgram"-Szene
Rechtsextreme Terroristen aus dem Kinderzimmer: Sicherheitsbehörden warnen vor wachsender Online-Radikalisierung

Im Internet formiert sich nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden bundesweit eine neue rechtsextremistische Szene gewaltbereiter Kinder und Jugendlicher.

    Thomas Strobl (CDU), Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration von Baden-Württemberg, spricht während der Landespressekonferenz Baden-Württemberg.
    Thomas Strobl (CDU), Minister für Inneres in Baden-Württemberg: "Vom Kinderzimmer direkt zum Terroranschlag." (picture alliance/dpa - Sebastian Gollnow)
    Sie verherrlichen terroristische Anschläge oder rufen zur Nachahmung auf, wie aus einer vorgestellten Analyse des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg und der Generalstaatsanwaltschaften Stuttgart und München hervorgeht. Landesinnenminister Strobl erklärte, es gehe um sehr junge, äußerst gewaltbereite Täter. Einzelne seien nur 12 oder 13 Jahre alt. Die harte Wahrheit laute: "Vom Kinderzimmer direkt zum Terroranschlag", führte der CDU-Politiker wörtlich aus. Strobl sprach von ernstzunehmenden Gefahren. Verfassungsschutz und Polizei hätten konkrete Terrorpläne verhindert. Die neofaschistische und rechtsradikale Radikalisierung vollziehe sich oft unbemerkt und blitzartig. Laut Analyse formiert sich die Szene vor allem über den Online-Dienst "Telegram". Es ist daher von "Terrorgram-Szene" die Rede. Meistens seien die Jugendlichen familiär vernachlässigt und sozial desintegriert.
    Der Titel der bundesweiten Studie lautet "Teenage Terrorists in Deutschland?". Mehr als drei Dutzend Fälle aus ganz Deutschland wurden untersucht.
    Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.