Türkei
Rechtswissenschaftler sieht Möglichkeit des Friedensschlusses zwischen der Türkei und der PKK - dank Initiative für Freilassung von PKK-Chef Öcalan

Der Rechtswissenschaftler Vahap Coşkun hat sich optimistisch geäußert, dass es in der Türkei zu einem Friedensschluss mit der verbotenen kurdischen PKK kommen könnte.

    Öcalan steht in einem Kasten aus schusssicherem Glas. Neben ihm zwei Polizisten als Wachen.
    PKK-Chef Abdullah Öcalan während seines Prozesses vor dem Militärgericht (epa Hurriyet, picture alliance / dpa)
    Coşkun lehrt an der Dicle Universität in Diyarbakir. Er verwies gegenüber dem "Spiegel" auf ein Gesprächsangebot an den inhaftierten PKK-Chef Öcalan und sagte, die Regierung in Ankara meine es sehr ernst. Dank der Initiative des rechtsnationalistischen Politikers Bahceli habe man im Gegensatz zu früheren Verhandlungen nun auch die Nationalisten mit im Boot. Bahceli hatte vergangenen Monat vorgeschlagen, Öcalan auf Bewährung freizulassen, falls dieser der Gewalt abschwöre und bereit sei, die PKK aufzulösen. Der türkische Präsident Erdogan sagte zu, den Vorstoß seines Regierungspartners zu prüfen.
    Die PKK kämpft seit 40 Jahren für einen unabhängigen Staat im Südosten der Türkei. Ankara und die EU stufen sie als Terrororganisation ein. Öcalan verbüßt seit 1999 in der Türkei eine lebenslange Freiheitsstrafe.
    Diese Nachricht wurde am 29.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.