Island
Referendum über EU-Verhandlungen am 29. August angesetzt

Das geplante Referendum in Island über die Wiederaufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen soll am 29. August stattfinden.

    Die isländische Flagge weht an einem Fahnenmast über dem Thingvellir National Park in Island.
    Ein Termin für das Referendum in Island über erneute EU-Beitrittsverhandlungen ist angesetzt (IMAGO / Pond5 Images)
    Das berichtet der öffentlich-rechtliche Rundfunk des Landes unter Berufung auf die Regierung in Reykjavik. Ministerpräsidentin Frostadottir hatte Ende Februar bereits angekündigt, dass ein solches Referendum noch in diesem Jahr abgehalten werden soll.
    Island hatte schon vor mehr als zehn Jahren mit der Europäischen Union über einen Beitritt verhandelt, den Antrag aber im Jahr 2015 zurückgezogen. Hintergrund waren unter anderem Differenzen über die Fischereipolitik und die Sorge vor der Aufgabe souveräner nationaler Rechte. Laut Umfragen haben aber gestiegene Lebenshaltungskosten, der Ukraine-Krieg und zuletzt auch die Drohung von US-Präsident Trump, Grönland einzunehmen, das isländische Interesse an einem EU-Beitritt wieder geweckt.
    Diese Nachricht wurde am 06.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.