Mobilität
Reformpläne für Führerschein lassen Anmeldungen in Fahrschulen einbrechen

Die von Bundesverkehrsminister Schnieder in Aussicht gestellte Kostensenkung beim Führerschein führt offenbar zu deutlich weniger Anmeldungen in Fahrschulen.

    "Fahrschule" ist auf einem Schild auf dem Dach eines Autos zu lesen.
    Wegen der angekündigten Kostensenkung für den Führerschein melden sich momentan weit weniger Menschen in Fahrschulen an. (Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)
    Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Fahrlehrerverbänden ergab, verzeichnen Fahrschulen Rückgänge um bis zu 70 Prozent. Vor allem in Großstädten gibt es deutlich weniger Anmeldungen. Auf dem Land fallen die Anmelderückgänge geringer aus, wohl weil dort mehr Menschen auf den Führerschein angewiesen sind. Laut dem Landesverband der hessischen Fahrlehrer sehen sich inzwischen einige Fahrschulen gezwungen, Personal einzusparen, Arbeitszeiten zu reduzieren oder den Fuhrpark zu verkleinern. Für
    eine Fahrausbildung in Deutschland müssen im Schnitt 3.400 Euro bezahlt werden. Schnieder hatte angekündigt, die Kosten zu senken. Angedacht sind etwa der Einsatz von Fahrsimulatoren sowie weniger verpflichtende Sonderfahrten. Die Pläne sollen frühestens Anfang 2027 in Kraft treten.
    Diese Nachricht wurde am 05.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.