
Für die Studie beobachteten Forschende aus Deutschland und Ecuador ein Regenwaldgebiet in der Region Chocó im Nordwesten Ecuadors. Seit einigen Jahrzehnten sind dort verschiedene Flächen geschützt: Weiden und Kakaoplantagen, unberührte Urwälder sowie Wälder, die früher als Weiden und Kakaoplantagen genutzt wurden.
Das Ergebnis des Flächenvergleichs: Die Artenvielfalt erholte sich den Angaben zufolge in 30 Jahren auf mehr als 90 Prozent des ursprünglichen Niveaus. In diesem Zeitraum kehrten drei Viertel der für unberührte Wälder typischen Tier- und Pflanzenarten zurück. Während sich einige Tiergruppen bereits innerhalb weniger Jahre regenerierten, brauchten Bakterien im Boden sehr viel länger, heißt es.
"Menschen können Flächen kaufen und schützen"
Die Erkenntnisse zeigten, dass der Mensch die Natur schützen könne, sagte der Projektbeteiligte Martin Schaefer. "Indem wir Flächen kaufen und schützen, können wir die Vielfalt des Lebens und die Grundlagen unserer Gesellschaften - Böden, Wasser und die Bestäubung der Pflanzen, die unsere Lebensmittelgrundlage sind - bewahren." Neben der Renaturierung fordern die Forschenden intakte Ökosysteme zu schützen und die Entwaldung unberührter Urwälder zu stoppen.
Diese Nachricht wurde am 09.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
