Zehntausende Haushalte betroffen
Wegner nennt Anschlag auf Stromversorgung in Berlin Terrorismus

Berlins Regierender Bürgermeister Wegner stuft den Anschlag auf die Stromversorgung im Süden der Stadt als Terrorismus ein. Er kündigte ein entschiedenes Vorgehen gegen die Täter an.

    Wegner spricht bei einer Pressekonferenz in zahlreiche Mikrofone. Neben ihm stehen andere Behördenvertreter sowie anderem Franziska Giffey, die Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe.
    Berlins Regierender Bürgermeister spricht zur aktuellen Lage rund um den Stromausfall in der Stadt. (Sebastian Christoph Gollnow / dpa )
    Der CDU-Politiker sagte am Abend im RBB, es handle sich nicht nur um eine Brandstiftung oder Sabotage. Dies sei schon Terrorismus. Eine linksextremistische Gruppe habe mit ihrem Angriff auf die Infrastruktur auch das Leben von Menschen bedroht. Jetzt müsse der Druck erhöht werden, um die Täter dingfest zu machen. Polizei, Landeskriminalamt und Verfassungsschutz seien eingeschaltet. Zu der Tat hatte sich eine Vereinigung namens Vulkangruppe bekannt.

    Berlin ruft Großschadenslage aus

    Die Stadt rief inzwischen eine sogenannte Großschadenslage aus, um so leichter etwa Hilfe der Bundeswehr in Anspruch nehmen zu können. Der Brandanschlag an einer Kabelbrücke hatte gestern wichtige Leitungen beschädigt. Etwa 45.000 Haushalte waren von der Stromversorgung abgeschnitten - in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde.
    Nach Angaben des Betreibers Stromnetz Berlin konnte die Versorgung für etwa 14.000 betroffene Haushalte und knapp 500 Gewerbekunden wieder hergestellt werden. Auch mehrere große Krankenhäuser seien wieder am Netz. Die übrigen Kunden müssen sich im schlimmsten Fall bis Donnerstag gedulden.
    Es wurden Notunterkünfte eingerichtet. Im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf bleiben wegen des Stromausfalls insgesamt 19 Schulen vorerst geschlossen. Laut Senatsverwaltung für Bildung gilt die Regelung zunächst bis einschließlich Mittwoch.
    Diese Nachricht wurde am 04.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.