Hohe Kraftstoffpreise
Regierung grundsätzlich offen bei Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne

Angesichts der hohen Kraftstoffpreise steht die Bundesregierung einer Übergewinnsteuer ‌für Mineralölkonzerne grundsätzlich offen gegenüber.

    Die Kraftstoffpreise an einer Tankstelle werden nach 12:00 Uhr mit erhöhten Preisen angezeigt.
    Nach dem Ende des Tankrabatts sind die Spritpreise wieder erheblich gestiegen. (picture alliance / dpa / Thomas Banneyer)
    Dies machte ein Regierungssprecher in Berlin deutlich. Er verwies aber auf rechtliche Hürden. Eine solche Regelung könne von betroffenen Unternehmen vor Gericht angefochten werden. Daher prüfe man, wie sie kartellrechtlich und steuerrechtlich abzusichern sei.
    Bundesfinanzminister und SPD-Chef Klingbeil tritt für eine Übergewinnsteuer ein. Sein Sprecher erklärte, in der aktuellen Krise dürfe es keine Abzocke der Verbraucher durch die Mineralölkonzerne geben. Auch die oppositionellen Grünen sind für eine solche Steuer. Hintergrund ist der Vorwurf überhöhter Gewinne der Unternehmen infolge des Iran-Kriegs.
    Diese Nachricht wurde am 29.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.