Kuba
Berichte über Proteste in Havanna wegen massiver Stromausfälle

In der kubanischen Hauptstadt Havanna haben die massiven Stromausfälle zu Protesten geführt.

    Während eines inselweiten Stromausfalls stehen überfüllte Mülltonnen in einer dunklen Straße im Zentrum der kubanischen Hauptstadt Havanna.
    Das Stromnetz in Kuba befindet sich nach Angaben der Regierung in einem kritischen Zustand (Nick Kaiser/dpa)
    Die Nachrichtenagentur Reuters meldet, hunderte Menschen seien in mehreren Außenbezirken auf die Straßen gegangen. Die Kundgebungen seien meist friedlich verlaufen. Es habe sich um die größten Proteste seit Beginn der Energiekrise Anfang des Jahres gehandelt. Kuba ist wegen der verschärften US-Sanktionen fast vollständig von Treibstofflieferungen aus dem Ausland abgeschnitten. Das Energieministerium teilte mit, man habe keinerlei Diesel- ‌und Heizölreserven mehr. Die Stromausfälle in Havanna seien die schwersten seit Jahrzehnten.
    Die USA drohen Ländern, die Treibstoff an den kommunistisch regierten Staat liefern, mit Strafzöllen. Nur ein einziger russischer Tanker hat seither Rohöl nach Kuba gebracht.
    Diese Nachricht wurde am 14.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.