Indien
Regierung Modi sucht Gespräch mit "Kakerlaken"-Bewegung

Angesichts anhaltender Proteste der sogenannten "Kakerlaken"-Bewegung in Indien hat die Regierung neue Gespräche angeboten.

    Indiens Premierminister Narendra Modi steht hinter einem Rednerpult und hebt den rechten Zeigefinger.
    Indiens Premierminister Narendra Modi (picture alliance / Sipa USA / Hindustan Times)
    Man könne jederzeit über alle Themen diskutieren, sagte Wissenschaftsminister Singh der indischen Nachrichtenagentur ANI. Ein Sprecher der Jugendbewegung erklärte in einer ersten Reaktion, die Regierung solle mit konkreten Angeboten kommen und sagen, wann sie die Forderungen erfüllen wolle. Dazu zählen unter anderem Reformen im Bildungssystem sowie der Rücktritt von Bildungsminister Pradhan. Er soll die politische Verantwortung für einen Skandal bei der Hochschul-Zugangsprüfung übernehmen, von dem mehr als zwei Millionen Studienanwärter betroffen sind. Premier Modi kündigte in dieser Sache zügige Strafverfahren an.
    Die Kakerlaken-Partei war als satirische Reaktion auf den indischen Obersten Richter entstanden, der junge Regierungskritiker mit Küchenschaben verglichen hatte.
    Diese Nachricht wurde am 23.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.