Syrien
Regierung und Kurdenmiliz vereinbaren sofortige Waffenruhe

In Syrien haben sich die Regierung und kurdische SDF-Milizen nach tagelangen Kämpfen auf eine sofortige Waffenruhe verständigt. Das Präsidialamt in Damaskus teilte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Sana mit, das Abkommen sehe den Abzug der kurdischen Kämpfer in das Gebiet östlich des Euphrats vor.

    Es ist dunkel. Zwei Soldaten sitzen auf einem Fahrzeug. Sie werden bläulich angestahlt.
    Zwei Soldaten der syrischen Armee in Aleppo (Archivbild) (dpa/ Anadolu / Izz Aldien Alqasem)
    Außerdem sollten alle SDF-Einheiten nach Sicherheitsüberprüfungen in das Verteidigungs- und das Innenministerium eingegliedert werden. Die Regierung werde die militärische und die zivile Kontrolle über zwei bisher von den Kurden verwaltete Provinzen übernehmen. Die Zuständigkeit für alle Grenzübergänge sowie die Gas- und Ölfelder der Region solle an die Zentralgewalt übergeben werden.
    Präsident al-Scharaa kündigte den Angaben zufolge an, dass er sich mit dem Anführer der Miliz, Abdi, treffen werde. Dabei werde man alle offenen Fragen klären. Mit Blick auf die innenpolitische Situation in Syrien verschob al-Scharaa seinen für morgen und übermorgen geplanten Deutschlandbesuch.
    Diese Nachricht wurde am 18.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.