Regierung will Gesetz gegen Porno-Deepfakes schnell vorlegen

In der Debatte über einen besseren Schutz für Frauen vor digitaler Gewalt setzt die frauenpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, König, auf den Gesetzentwurf von Justizministerin Hubig.

    Anne König spricht im Bundestag.
    Anne König, frauenpolitische Sprecherin der Unionsfraktion (picture alliance / dts-Agentur / -)
    Es sei richtig, die Grundlagen dafür zu schaffen, dass Gewalt gegen Frauen erst gar nicht entstehe, sagte König im Deutschlandfunk. Sogenannte Deepfakes müssten strafbar sein. Außerdem gehe es um einen besseren Opferschutz. Die CDU-Politikerin fügte hinzu, auch die Plattformbetreiber müssten mehr in die Pflicht genommen werden, um die massenhafte Verbreitung sexualisierter Gewalt zu unterbinden.
    Hintergrund der Debatte ist die Anzeige der Schauspielerin Collien Fernandes wegen sexualisierter Deepfakes. Sie wehrt sich seit einigen Jahren gegen Videos von sich mit pornografischen Inhalten und hat die Bedrohung durch digitale Gewalt an ihrem eigenen Beispiel öffentlich gemacht. Sie beschuldigt ihren Ex-Mann Christian Ulmen.
    Bei Deepfakes handelt es sich um KI-generierte Medieninhalte, bei denen das Gesicht oder die Stimme einer Person durch die einer anderen ersetzt wird.
    Diese Nachricht wurde am 26.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.