Medienbericht
Regierungskreise: Bundesregierung sieht Russland hinter Signal-Angriffswelle

Die jüngsten Cyberattacken auf Mobiltelefone deutscher Politikerinnen stammen einem Medienbericht zufolge wahrscheinlich aus Russland.

    Nahaufnahme eines Fingers, der auf einem Smartphonescreen auf die Signal-App tippt.
    Medienbericht: Akteure aus Russland sollen für eine Phishing-Kampagne gegen den Messengerdienst Signal verantwortlich sein. (picture alliance / photothek.de / Thomas Trutschel)
    Das meldet das Magazin "Der Spiegel" unter Berufung auf Regierungskreise. Zu den Opfern der Phishing-Kampagne beim Messengerdienst Signal zählen die Bundesministerinnen Hubertz von der SPD und Prien von der CDU sowie Bundestagspräsidentin Klöckner. Dem Bericht zufolge wurden alle betroffenen Geräte überprüft und der Datenabfluss gestoppt.
    Insgesamt seien mindestens 300 Signal-Konten von Personen aus dem politischen Betrieb kompromittiert. Ziele seien unter anderem auch Journalisten, Mitarbeiter von Nachrichtendiensten und Militärs gewesen. Nach bisherigen Untersuchungen seien die Angreifer in der Lage gewesen, Chatverläufe in dem Messengerdienst zu lesen, ebenso darüber verschickte Dateien.
    Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Anfangsverdachts der Spionage. Das Bundesamt für Verfassungsschutz geht von einem staatlich gesteuerten Täter aus.
    Diese Nachricht wurde am 25.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.