Parlamentswahl in Algerien
Regierungsnahe FLN stärkste Kraft - historisch niedrige Wahlbeteiligung

Aus der Parlamentswahl in Algerien ist die regierungsnahe Nationale Befreiungsfront als stärkste Kraft hervorgegangen.

    Ein Wahlhelfer überpüft einen Ausweis in einer Liste.
    Parlamentswahlen in Algerien (picture alliance / SIPA / Fateh Guidoum / PPAgency)
    Die FLN sicherte sich nach Angaben der Wahlkommission 90 der 407 Parlamentssitze. Auf den zweiten Platz kam mit 73 Sitzen die Nationale Demokratische Sammlung von Premierminister Ouyahia. Von den 25 Millionen Wahlberechtigten gaben nur etwas mehr als fünf Millionen ihre Stimme ab. Mit einem Wert von 21 Prozent erreichte die Wahlbeteiligung damit einen historischen Tiefststand. Die Wahl war im Vorfeld von einer Kontroverse um die Nichtzulassung zahlreicher Kandidatenlisten überschattet worden. Etwa ein Drittel der Listen wurde für ungültig erklärt. Mehrere Parteien beklagten, sie seien in bestimmten Wahlkreisen ausgeschlossen worden, insbesondere in der Hauptstadt Algier.
    Diese Nachricht wurde am 07.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.