
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste sprach von einem "Register der Ratlosigkeit" und von "völlig lebensfremden Vorschlägen". Zudem verschiebe die Arbeitsgruppe die Lösung massiver Probleme durch Prüfaufträge auf die kommenden Jahre, während Pflegeplätze zu Tausenden verschwänden und betroffene Familien kaum noch einen ambulanten Dienst fänden. Der Deutsche Pflegerat nannte das Papier "einen Witz". Die Krankenkasse DAK beklagte "eine bittere Enttäuschung”. Damit verschärfe sich die Pflegekrise. Statt der Blaupause für eine große Pflegereform gebe es nun ein unverbindliches Sammelsurium aller denkbaren Reformoptionen, ohne einen einzigen konkreten Beschlussvorschlag zur Bewältigung der Finanzkrise.
Die von der Gesundheitsministerin Warken, CDU, vorgestellten Eckpunkte der Arbeitsgruppe sehen unter anderem vor: mehr Prävention, um den Eintritt in die Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern, die Beibehaltung der Pflegegrade - aber mit verschärften Voraussetzungen, Digitalisierung und Entbürokratisierung.
Diese Nachricht wurde am 12.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
