Migration
Rehlinger (SPD) kritisiert Merz-Aussage zur Ausreise von Syrern

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Rehlinger hat Aussagen von Bundeskanzler Merz zu einer baldigen Rückkehr eines Großteils syrischer Flüchtlinge in ihr Heimatland kritisiert.

    Anke Rehlinger sitzt während einer Pressekonferenz an einem Tisch mit den Mikrofonen mehrerer Medien.
    Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) (Katja Sponholz/dpa)
    Es sei keine kluge Idee gewesen, konkrete Zahlen und konkrete Zeiträume in den Raum zu stellen, sagte die saarländische Ministerpräsidentin der Funke-Mediengruppe. Damit habe der Kanzler Erwartungen geweckt, die er womöglich nicht einhalten könne. Merz hatte nach einem Treffen mit dem syrischen Übergangs-Staatschef al-Scharaa im Kanzleramt als Zielmarke genannt, dass in den nächsten drei Jahren 80 Prozent der rund 900.000 Syrer in Deutschland wieder zurückkehren sollten. Dies gehe auf einen Wunsch al-Scharaas zurück.
    Die Grünen-Kovorsitzende Brantner kritisierte, auch wegen ungeklärter Sicherheitsfragen sei für viele Syrer eine Rückkehr noch gar keine Option.
    Diese Nachricht wurde am 31.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.