Saarland
Rehlinger (SPD) weist Söder-Vorstoß zur Zusammenlegung von Bundesländern mit Spott zurück

Die saarländische Ministerpräsidentin Rehlinger hat den Vorstoß von CSU-Chef Söder zur Zusammenlegung von Bundesländern zurückgewiesen.

    Anke Rehlinger hält eine Rede bei einem SPD-Parteitag.
    Anke Rehlinger ist seit April 2022 Ministerpräsidentin des Saarlandes. (Archivbild) (dpa / picture alliance / Michael Kappeler)
    Die SPD-Politikerin spottete, sie freue sich über den jährlichen medialen Austausch mit Söder über Föderalismus. Aber eigentlich sei das erst kurz vor dem politischen Aschermittwoch erwartet worden. Auch der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Schulze, erteilt der Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten eine Absage. Es werde bei uns kein Bundesland Mitteldeutschland geben, sagte er den Funke-Medien. 
    Auf der CSU-Klausur im Kloster Banz hatte sich Söder für eine Neuordnung der Bundesländer ausgesprochen. Ziel seien weniger und größere Länder. Der bayerische Ministerpräsident betonte, Bayern leide mehrfach. Man sei eine der benachteiligtesten Regionen in ganz Europa. Bayern bezahle mit seinen Steuergeldern andere dafür, dass sie dem Land Unternehmen abwürben. Welche Bundesländer Söder fusioniert sehen möchte, ließ er offen. Zudem forderte Söder das Ende für Bonn als zweiten Sitz von Ministerien neben Berlin. Der CSU-Chef wirbt bereits seit Längerem für eine grundlegende Reform des Länderfinanzausgleichs.
    Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.