Welthandel
Reiche pocht in Peking auf verlässliche Rohstoff-Zugänge

Bundeswirtschaftsministerin Reiche hat bei ihrem China-Besuch verlässliche Zugänge zu kritischen Rohstoffen und seltenen Erden angemahnt.

    Wirtschaftsministerin Katherina Reiche schüttelt die Hand von Chinas Handelsminister Wang Wentao. Im Hintergrund der Schriftzug von Wangs Ministerium sowie die Flaggen beider Länder.
    Wirtschaftsministerin Katherina Reiche zu Gast bei Chinas Handelsminister Wang Wentao. (picture alliance / dpa / Johannes Neudecker)
    Ohne diese Rohstoffe sei eine moderne Welt nicht denkbar, sagte die CDU-Politikerin nach einem Treffen mit Chinas Handelsminister Wang Wentao in Peking. Zuvor war Reiche vom Vizeminister der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform, Zhou Haibing, empfangen worden. Sie habe mit ihren Gesprächspartnern Wege ausgelotet, um Zugänge zu schaffen, auf die sich deutsche Unternehmen verlassen könnten.
    Im Zuge des Handelsstreits mit den USA hatte China die Ausfuhr von sieben seltenen Erden und daraus gefertigten Magneten gedeckelt. Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft ist die Abhängigkeit heikel, weil auch Unternehmen in Europa von den chinesischen Beschränkungen betroffen sind.
    Mit einem Handelsvolumen von rund 250 Milliarden Euro war China auch im vergangenen Jahr Deutschlands größter Warenhandelspartner. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums sind rund 5.000 deutsche Unternehmen in China aktiv.
    Diese Nachricht wurde am 27.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.