
Für Montag seien gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium Versorger, Flughäfen, Airlines und Verbände zu einem Gespräch eingeladen worden. Zuletzt hatte Reiche erklärt, der Chef der Internationalen Energieagentur spreche von Knappheiten in asiatischen Märkten. "Hier haben wir in Deutschland keinen Mangel an Kerosin". Auch bei der Freigabe der Ölreserve habe man Teilmengen an Kerosin freigegeben, die aber nicht übermäßig nachgefragt worden seien.
Klingbeil fordert Maßnahmen von Reiche
Bundesfinanzminister und Vizekanzler Klingbeil fordert Maßnahmen gegen einen von der Internationalen Energieagentur (IEA) prognostizierten möglichen Kerosinmangel. "Wir müssen die Warnungen vor Kerosinknappheit sehr ernst nehmen", sagte der SPD-Chef dem "Spiegel". "Für mich ist klar: Wir sollten nicht nur das Preisproblem angehen, sondern müssen jederzeit auch die Versorgungssicherheit im Blick haben."
Die IEA hatte am Freitag gewarnt, mehrere europäische Länder könnten in den kommenden sechs Wochen einer beginnenden Knappheit von Kerosin gegenüberstehen.
Die IEA hatte am Freitag gewarnt, mehrere europäische Länder könnten in den kommenden sechs Wochen einer beginnenden Knappheit von Kerosin gegenüberstehen.
EU arbeitet an Notfallplan
Zuvor war bekannt geworden, dass die Europäische Union (EU) einen Notfallplan gegen drohenden Kerosinmangel erstellt. Wie aus einem Entwurf hervorgeht, sollen die Raffineriekapazitäten in Europa erfasst und deren volle Auslastung sichergestellt werden.
Europäische Fluggesellschaften und der Luftverkehrsverband hatten vor Kerosinengpässen binnen Wochen gewarnt, sollte die Versorgung aus dem Nahen Osten blockiert bleiben. Dies könnte den Reiseverkehr vor dem Sommer erheblich beeinträchtigen.
Europa importiert nach Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) 30 Prozent seines Bedarfs an Flugbenzin. Rund 75 Prozent der Einfuhren stammen aus dem Nahen Osten.
Diese Nachricht wurde am 18.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
