Reformen
Reiche verteidigt Rentenpläne gegen Forderungen von Ost-Länderchefs

Bundeswirtschaftsministerin Reiche, CDU, hat parteiinterne Forderungen nach einer Beibehaltung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren abgelehnt.

    Katherina Reiche (CDU), Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, im Haus der Bundespressekonferenz.
    Katherina Reiche (CDU), Bundesministerin für Wirtschaft und Energie (picture alliance/dpa/Michael Kappeler)
    Dass man Beschäftigte bewusst und staatlich unterstützt in Frühverrentungsprogramme schicke, sei keine gute Idee, sagte Reiche. Nötig sei stattdessen eine längere Lebensarbeitszeit, damit Deutschland wieder wettbewerbsfähig werde. Die Rentenkommission hatte kürzlich die Abschaffung der Regelung empfohlen.
    Die Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Kretschmer, Schulze und Voigt, forderten die Bundesregierung dagegen auf, die abschlagsfreie Rente nicht abzuschaffen. Auch Brandenburgs Regierungschef Woidke hält die Pläne für falsch. Wer sein Leben lang gearbeitet habe, müsse im Alter auch finanziell abgesichert sein, betonte der SPD-Politiker.
    Diese Nachricht wurde am 30.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.