Schreiben an die Bundesregierung
Rente und Pflege: Ost-Ministerpräsidenten der CDU fordern Rücksicht vom Bund

Die Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben die Bundesregierung aufgefordert, bei den Sozialreformen die Perspektive der ostdeutschen Bundesländer stärker zu berücksichtigen.

    Michael Kretschmer, Mario Voigt, Friedrich Merz und Sven Schulze stehen nebeneinander auf einer Bühne. Sie schauen in Richtung der Kamera.
    Die Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Kanzler Merz (Archivbild). (IMAGO / dts Nachrichtenagentur)
    In einem gemeinsamen Schreiben an die Bundesregierung sprachen sich die CDU-Politiker Kretschmer, Schulze und Voigt unter anderem dafür aus, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren - anders als von der Rentenkommission empfohlen - zu erhalten. Sie betonten, viele Menschen in Ostdeutschland hätten in den vergangenen Jahrzehnten nicht ausreichend private Vorsorge betreiben können. Daher sei die gesetzliche Rente oft die einzige Säule der Alterssicherung. Die Bundesregierung müsse zudem einen Weg finden, die Belastungen für Menschen zu begrenzen, die auf Pflege angewiesen seien.
    Die Ministerpräsidenten wollen das Papier heute offiziell vorstellen.
    Diese Nachricht wurde am 30.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.