Berlin
Rentenkommission stellt Reformvorschläge vor

In Berlin hat die Rentenkommission offiziell ihre Reformvorschläge vorgestellt.

    Bundeskanzler Merz sagte, das Gremium habe mit großem Sachverstand einen Katalog mit 33 Empfehlungen vorgelegt. Die Vorschläge sicherten langfristig die Rente und verteilten die Lasten gerecht auf alle Beteiligten. Die gesetzliche Rente bleibe mit der Reform die zentrale Säule der Altersvorsorge und nehme die Last von den Schultern der jüngeren Generation. Zentral sei, dass das Paket der Kommission vollumfänglich umgesetzt werde, da die Vorschläge ineinandergriffen und aufeinander aufbauten, erklärte der CDU-Vorsitzende.
    Arbeitsministerin Bas von der SPD sagte, sie freue sich auf die anstehenden Diskussionen. Es gebe aber kein Rosinenpicken. Mit der Umsetzung der Reform werde die Rente langfristig steigen. Das sei eine entscheidende Zukunftsperspektive für die folgenden Generationen.
    Die Empfehlungen sehen unter anderem vor, dass das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden und langsam steigen soll - ab 2042 alle zehn Jahre um ein halbes Jahr. Zudem soll das Rentensystem durch eine staatliche, kapitalgedeckte Vorsorge gestärkt werden. Die Beiträge sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils hälftig tragen. Um die Ausgaben der gesetzlichen Rente zu dämpfen, sollen Optionen für einen vorzeitigen Eintritt eingeschränkt werden. So soll etwa die abschlagsfreie sogenannte "Rente ab 63" entfallen. Zur Stabilisierung sollen zudem zeitnah außerdem Politiker und Selbstständige in die Rentenkasse einzahlen.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.