Berlin
Rentenkommission stellt Reformvorschläge vor

In Berlin hat die Rentenkommission offiziell ihre Reformvorschläge vorgestellt.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (l, CDU) und Bärbel Bas (r, SPD), Bundesministerin für Arbeit und Soziales und SPD-Parteivorsitzende nehmen an der Pressekonferenz zur Rentenreform mit den Kommissionsvorsitzenden Constanze Janda und Frank-Jürgen Weise teil.
    Rentenkommission legt Bericht vor (Michael Kappeler / dpa / Michael Kappeler)
    Bundeskanzler Merz sagte, das Gremium habe mit großem Sachverstand einen Katalog mit 33 Empfehlungen vorgelegt. Die Vorschläge sicherten langfristig die Rente und verteilten die Lasten gerecht auf alle Beteiligten. Zentral sei, dass das Paket der Kommission vollumfänglich umgesetzt werde, da die Vorschläge ineinandergriffen und aufeinander aufbauten, erklärte der CDU-Vorsitzende. Arbeitsministerin Bas von der SPD sagte, sie freue sich auf die anstehenden Diskussionen. Es gebe aber kein Rosinenpicken. Man müsse jetzt den Mut zur Entscheidung aufbringen, ob man das Paket in der Gesamtheit umsetzen wolle.
    Die Empfehlungen sehen unter anderem vor, dass das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden und langsam steigen soll - ab 2042 alle zehn Jahre um ein halbes Jahr. Gegen Ende dieses Jahrhunderts gilt dann die Rente mit 70. Zudem soll das System durch eine staatliche, kapitalgedeckte Vorsorge gestärkt werden. Um die Ausgaben der gesetzlichen Rente zu dämpfen, sollen Optionen für einen vorzeitigen Eintritt eingeschränkt werden. Zur Stabilisierung sollen zudem zeitnah außerdem Politiker und Selbstständige in die Rentenkasse einzahlen.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.