Gesetzliche Rente
Rentenversicherung rechnet mit Beitragsanstieg auf 20 Prozent bis 2029

Die Rentenversicherung rechnet mit einem deutlicheren Anstieg der Beitragssätze als bisher. In der sogenannten Frühjahrsfinanzschätzung geht die Rentenversicherung bis 2029 von einem Anstieg auf 20 Prozent der Bruttolöhne aus.

    Eine Frau mit weißen Haaren läuft vor einem Haus mit dem Logo der Deutsche Rentenversicherung entlang.
    Deutsche Rentenversicherung (dpa / Markus Lenhardt)
    Derzeit liegt der Beitragssatz bei 18,6 Prozent. Die tatsächliche Entwicklung hängt nach Angaben der Rentenversicherung von der Wirtschaftsentwicklung sowie der Umsetzung der Reformpläne im Bund ab. Die Gesamteinnahmen der Rentenversicherung im vergangenen Jahr wurden in der Frühjahrsschätzung auf 417 Milliarden Euro beziffert, die Ausgaben waren rund vier Milliarden Euro höher.
    Berechnungen zufolge drohen die Fehlbeträge im Rentensystem noch deutlich größer zu werden, wenn in den kommenden Jahren geburtenstarke Jahrgänge in Rente gehen.

    Sozialverbände signalisieren Unterstützung für höhere Rentenbeiträge

    Die Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland, Engelmeier, hatte den Zeitungen der "Funke-Mediengruppe" gesagt, man wisse aus Umfragen, dass die Menschen bereit seien, etwas höhere Rentenbeiträge zu zahlen, wenn sie dafür im Alter eine gute Rente bekämen. Auch der Sozialverband VdK Deutschland verwies auf eine Bereitschaft der Menschen, höhere Beiträge zu zahlen, wenn dadurch stabile oder sogar bessere Rentenleistungen gesichert würden.
    Diese Nachricht wurde am 01.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.