Ostthüringer Zeitung
Reporter bei AfD-Veranstaltung in Thüringen angegriffen

Ein Reporter der "Ostthüringer Zeitung" ist nach Angaben seines Verlags auf einer AfD-Veranstaltung in Plothen im Saale-Orla-Kreis angegriffen worden. Wie die "Funke-Mediengruppe" mitteilte, wurde der Mann beim Verlassen des Veranstaltungssaals erst beschimpft und dann geschlagen.

19.11.2023
    Ein Kameramann in Thüringen filmt im Saal des Hotel Pfiffelburg während des Landesparteitags der AfD.
    Der Angriff auf einen Journalisten am Rande einer AfD-Veranstaltung in Thüringen wird verurteilt (Symbolbild). (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
    Als der Journalist kurze Zeit später in sein Auto stieg und losfahren wollte, habe er in allen vier Reifen Schrauben bemerkt.
    Der Verlag verurteilte die Attacke. Immer wieder seien Funke-Reporter Beschimpfungen, Angriffen und unverhohlenen Bedrohungen ausgesetzt und würden aktiv an ihrer Arbeit gehindert. Aber man lasse sich nicht einschüchtern. Der Reporter war den Angaben zufolge bereits im August des vergangenen Jahres vom damaligen parteilosen Bürgermeister von Bad Lobenstein, Weigelt, bei einem Fest körperlich angegriffen worden.

    Angriff auf Reporter in Thüringen wird verurteilt

    Der thüringische Landesverband des Deutschen Journalisten-Verbandes nannte es erschütternd, dass die Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten im Umfeld der AfD weiter zunehme. Auch die Landespressekonferenz verurteilte den Angriff . Thüringens Innenminister Maier (SPD) erklärte, die Pressefreiheit sei ein wichtiger Teil der freiheitlichen demokratischen Grundordnung.
    Diese Nachricht wurde am 19.11.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.