
Er soll 300 Milliarden US-Dollar umfassen. Geplant ist, dass die USA und regionale Partner diesen gemeinsam aufstellen.
Der einflussreiche Vorsitzende des für die Streitkräfte zuständigen Senatsausschusses, Roger Wicker, erklärte, die 300 Milliarden Dollar ließen die Zahlungen im Rahmen des Abkommens von Präsident Obama aus dem Jahr 2015 wie einen "Klacks" erscheinen. Die USA könnten ihre im Iran-Krieg erzielten Erfolge damit wieder aus der Hand geben. Wicker hatte Trump bislang nicht öffentlich kritisiert.
Ted Cruz, Senator aus Texas, sagte, die Geschichte zeige, dass es eine außerordentlich schlechte Idee sei, Milliarden von Dollar an theokratische Fanatiker zu geben, die einen umbringen wollen. Er hoffe, dass die USA dies nicht tun würden. Cruz war 2016 gegen Trump als Präsidentschaftskandidat angetreten, gilt mittlerweile aber als Unterstützer.
"Schlimmster außenpolitischer Lapsus seit Jahrzehnten"
Der republikanische Senator für Louisiana, Bill Cassidy, bemängelte das Rahmenabkommen als "schlimmsten außenpolitischen Lapsus seit Jahrzehnten". Er verwies in einem Post auf X unter anderem auf die 13 getöteten US-Soldaten.
Auch konservative und rechte Medienschaffende äußerten sich negativ über die Einigung. Der Podcaster Ben Shapiro kritisierte diese als "Katastrophe". Sie erreiche keines der eigentlichen Ziele der Regierung, sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Auch einer der bekanntesten Unterstützer Trumps, der Fox-News-Moderator Mark Levin, distanzierte sich vom Präsidenten. Es sei ein Skandal, dass ballistische Raketen nicht in das Rahmenabkommen aufgenommen worden seien.
Trump verunglimpft Kritiker: "neidisch, schlechte Menschen oder dumm"
Trump attackiert seine Kritiker auf seiner Online-Plattform Truth Social. Er verunglimpfte sie als Dummköpfe. Sie seien entweder "neidisch, schlechte Menschen oder dumm". Er verwies auf Rekordwerte an der Börse. Trump hatte bereits Anfang der Woche bekräftigt, dass es keine Zahlungen von den USA an den Iran geben werde.
Mit Blick auf die negativen Stellungnahmen in den USA sprach der Präsident der Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz, Ischinger, von einer "gewaltigen Aufwallung von Kritik". Er betonte im Deutschlandfunk, Schadenfreude sei nicht angebracht, sondern tiefe Sorge. Die Instabilitäten verhießen nichts Gutes - auch für Europa.
Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
