Sonntag, 25. September 2022

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Requiem für Syrien
Terror und Trost

Komponist George Alexander Albrecht thematisiert in seinem neuen Werk das Leid, die Ängste und die Hoffnungen, die das Leben der Menschen in Syrien aktuell bestimmen. Sein bewegendes "Requiem für Syrien" wurde im Rahmen der diesjährigen Dresdner Musikfestspiele uraufgeführt.

Am Mikrofon: Jochen Hubmacher | 29.07.2018

    Komponist George Alexander Albrecht und der Dirigent Michael Sanderling
    Komponist George Alexander Albrecht und der Dirigent Michael Sanderling (Björn Kadenbach)
    George Alexander Albrecht verarbeitet darin Texte des Lyrikers Monzer Masri, der bis heute in der syrischen Hafenstadt Latakia lebt, und des in die Schweiz geflüchteten syrischen Dichters Nazmi Bakr. Hinzu kommen Passagen aus Goethes "West-östlichem Divan". Obwohl sich George Alexander Albrecht einer zeitgenössischen Tonsprache bedient, macht er keinen Hehl aus seiner Bewunderung für Gustav Mahler. Und so macht es gleich auf mehrfacher Ebene Sinn, Albrechts "Requiem für Syrien", Mahlers "Weltabschiedswerk" gegenüber zu stellen: das Adagio aus der unvollendeten 10. Sinfonie.
    George Alexander Albrecht
    "Requiem für Syrien"
    Gustav Mahler
    Adagio aus der Sinfonie Nr. 10
    Susanne Bernhard, Sopran
    Bettina Ranch, Alt
    Daniel Behle, Tenor
    Thomas Stimmel, Bass und Sprecher
    Lara Arabi, Sprecherin
    Alaa Zouiten, Oud
    Holger Gehring, Orgel
    Philharmonischer Chor Dresden
    Dresdner Philharmonie
    Leitung: Michael Sanderling
    Aufnahme vom 3.6.2018 aus der Philharmonie im Kulturpalast Dresden