
Die Basilika im historischen Zentrum von Rom ist auch bekannt, weil sich dort eine Marmorbüste des letzten italienischen Königs Umberto II. befindet, der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1946 ins Exil ging. Daneben befindet sich das Fresko des Engels, der ein Pergament mit einer Landkarte Italiens in den Händen hält.
Das Gotteshaus wird derzeit restauriert. Laut Bistum sollten die Arbeiten "ohne Änderungen oder Ergänzungen" vollzogen werden. Eine mögliche Veränderung des Gesichts des Engels sei den zuständigen Stellen nicht mitgeteilt worden, heißt es in einer Stellungnahme. Nach einem Bericht der Tageszeitung "La Repubblica" hatte sich ein künstlerisch begabter ehrenamtlicher Kirchenhelfer, der Sympathien für das rechte Lager hegt, an den Arbeiten beteiligt. Er selbst betont, er habe das Fresko lediglich originalgetreu wiederherstellt.
Meloni selbst reagierte mit Humor und postete ein Foto des Engels auf ihrer Instagram-Seite. Dazu schrieb sie, versehen mit einem Smiley: "Nein, ich sehe sicherlich nicht wie ein Engel aus." Derweil forderten Oppositionspolitiker Kulturminister Giuli auf, die für Archäologie und Geschichte zuständige römische Behörde mit einer Prüfung zu beauftragen.
Die Basilika in der Nähe der bekannten Einkaufsstraße Via del Corso zählt zu den ältesten christlichen Kirchen Roms. Ihre Wurzeln reichen bis ins fünfte Jahrhundert zurück.
Diese Nachricht wurde am 31.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
