Hitzewelle
Rettungskräfte am Rande ihrer Kapazitäten

Die Hitzewelle in Deutschland hat die Rettungskräfte vielerorts an ihre Grenzen gebracht.

    Eine pflegebedürftige Frau in einem Altenheim steht neben einem Ventilator.
    Hitze in einem Pflegeheim (picture alliance / Ipon / Stefan Boness)
    Dresden meldet mit 318 Feuerwehreinsätzen den einsatzstärksten Tag des Jahres, die Kölner Feuerwehr befand sich nach Angaben der Stadt an ihrer Kapazitätsgrenze. Bundesweit mussten die Rettungsdienste bei hitzebedingten Notfällen bewusstlosen Menschen helfen oder sie reanimieren. In Krefeld kollabierten fünf Senioren in einem Altenheim. In Dormagen wurden 16 Bewohner einer Einrichtung ins Krankenhaus gebracht. Das Gebäude hatte sich bis auf 35 Grad erhitzt. Angesichts solcher Ereignisse forderte die Stiftung Patientenschutz die Politik zu mehr Investitionen in Pflegeheimen auf.
    Auch die Notaufnahmen vieler Krankenhäuser waren überlastet. In einzelnen Gemeinden wurde an die Bevölkerung appelliert, nur in wirklich dringenden Fällen die Notfallaufnahmen aufzusuchen.
    Die rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger fuhren zwischen Freitag- und Sonntagmittag mehr als 30 Einsätze auf Nord- und Ostsee. Dabei wurden rund 75 Menschen gerettet oder betreut. Der Schwerpunkt der Einsätze lag in der westlichen Ostsee.
    Diese Nachricht wurde am 28.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.