Bayreuth
Richard-Wagner-Urenkelin und Festspielleiterin Katharina Wagner spricht sich gegen Rassismus und Verharmlosung der Geschichte aus

Zum Beginn der 150. Bayreuther Festspiele hat sich die Leiterin Katharina Wagner gegen Rassismus, Chauvinismus und eine Verharmlosung der Geschichte ausgesprochen.

    Das Foto zeigt Michel Friedman , Publizist, und Katharina Wagner (Mitte r), künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Bayreuther Festspiele. Sie kommen zur Eröffnung der Richard-Wagner-Festspiele zum Festspielhaus.
    Start der 150. Richard-Wagner-Festspiele: Publizist Michel Friedmann und Katharina Wagner, künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Festspiele. (dpa-news/Karl-Josef Hildenbrand)
    Dies gelte vor allem wegen der sehr persönlichen Verknüpfung ihrer Familie mit dem NS-Regime unter Adolf Hitler, betonte Wagner auf dem Festakt. Die Bayreuther Festspiele seien nie losgelöst gewesen von ihrer Zeit, sagte die Urenkelin des Komponisten und Festspiel-Gründers Richard Wagner. Darum sei das Jubiläum weit mehr als ein Anlass, zu feiern. Ziel müsse es sein, die Tradition ernst zu nehmen, ohne sie zu verklären. Auch Bundeskanzler Merz erinnerte in seinem Grußwort an die dunkle Seite der Festspielgeschichte und auch von Richard Wagner selbst.
    Merz dankte den Festspielen, dass die Irritationen um eine zeitweise abgesagte Gedenkveranstaltung für verfolgte jüdische Musiker inzwischen ausgeräumt seien. In diesem Rahmen soll heute der jüdische Publizist Michel Friedman in Bayreuth eine Rede halten. Wagner hatte Friedman erst ein- und dann wieder ausgeladen. Schließlich entschuldigte sie sich bei ihm.
    Diese Nachricht wurde am 26.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.