OVG-Münster
Riesige Löcher in der Landschaft: Urteil im Streit um Kiesabbau am Niederrhein erwartet

Vor dem Oberverwaltungsgericht Münster wird für heute mit Spannung eine Entscheidung im jahrelangen Streit über den künftigen Umfang des Kiesabbaus am Niederrhein erwartet.

    Kies fällt von Transportbändern herab auf Berge von Kieselsteinen.
    Die Region um Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg und Hünxe gehört zu den kiesreichsten Gebieten Deutschlands. (dpa / Christoph Reichwein)
    Die Region versorgt die Bauindustrie im In- und Ausland mit Sand und Kies. Der Abbau reißt Löcher in die Landschaft. Kommunen und Anwohner im Kreis Wesel klagen gegen den Regionalverband Ruhr wegen der geplanten Ausweisung von 17 neuen Baggerlöchern. Kamp-Lintforts Bürgermeister Landscheidt, sagte im WDR, dies sei absolut unverhältnismäßig. Die Kulturlandschaft am Niederrhein werde zerstört. Der SPD-Politiker fordert von der schwarz-grünen Landesregierung Wege zur wirtschaftsverträglichen Reduzierung des Kiesbaus. Zugleich hat einRohstoffunternehmen Klage auf die Ausweitung der Abbauflächen eingereicht.
    Die Region um Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg und Hünxe gehört zu den kiesreichsten Gebieten Deutschlands.
    Diese Nachricht wurde am 12.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.