Hitze
RKI: Rund 9.600 Tote allein durch extrem heiße Juni-Woche

Das Robert Koch-Institut geht von deutlich mehr Todesfällen im Zusammenhang mit der Hitzewelle Ende Juni aus als bislang angenommen. Die Woche vom 22. bis 28. Juni habe in Deutschland zu etwa 9.600 hitzebedingten Sterbefällen geführt, hieß es in einer Mitteilung.

    Ein Krankenwagen steht vor einem Krankenhaus. An dem backsteinernen Gebäude ist ein Schriftzug mit dem Wort "Notaufnahme" befestigt.
    RKI geht von 9.600 Toten zum Höhepunkt der Hitzewelle aus. (Imago / Christopher Tamcke)
    Damals hatte es neue Rekordtemperaturen von mehr als 41 Grad in mehreren Regionen gegeben. Bislang ging das RKI von mehr als 5.000 Todesfällen aus. Dass die Schätzung nun höher ist, wird dadurch begründet, dass die Bundesländer ihre Statistiken mit zeitlicher Verzögerung veröffentlichen. Im gesamten betrachteten Zeitraum von Anfang April bis Ende Juli gab es schätzungsweise 11.900 hitzebedingte Sterbefälle.

    Übersterblichkeit in bestimmtem Zeitraum

    Bei dieser Statistik geht es nicht nur um die unmittelbare Todesursache. Das RKI vergleicht dafür die durchschnittlichen Sterbefälle in Sommerwochen mit und ohne Hitze. In diesem Sommer zeichnete sich eine sogenannte Übersterblichkeit genau in den Zeiträumen ab, in denen die Temperaturen besonders hoch waren.
    Hitzeperioden in Deutschland haben laut dem Institut des Bundes regelmäßig einen Anstieg der Todeszahlen zur Folge. In den meisten Fällen führe eine Kombination aus Hitze und Vorerkrankungen zum Tod. Nur selten handele es sich konkret um einen Hitzschlag. Besonders für ältere Menschen seien die hohen Temperaturen gefährlich.
    Diese Nachricht wurde am 06.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.