Weltkrebstag
Robert-Koch-Institut: Fast jeder Zweite erkrankt im Leben an Krebs

Fast jeder zweite Deutsche erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Das teilte das Robert Koch-Institut anlässlich des bevorstehenden Weltkrebstages am 4. Februar mit. Bei 49 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen werde im Laufe des Lebens eine Krebserkrankung festgestellt.

    Eine Ärztin hält ein Tablet mit einem Röntgenbild und erklärt einem Patienten etwas daran.
    Krebs in Deutschland: 2023 wurden laut Todesursachenstatistik rund 229.000 Krebssterbefälle verzeichnet (Getty Images / Luis Alvarez)
    Bei Männern geht einer von vier Todesfällen auf die Diagnose Krebs zurück, bei Frauen liegt bei einem von fünf Todesfällen eine Krebserkrankung zugrunde. Rechnet man die zunehmende Zahl älterer Menschen in Deutschland aus der Statistik heraus, sind die Sterberaten von Krebs in Deutschland in den vergangenen 25 Jahren um 21 Prozent (Frauen) beziehungsweise 31 Prozent (Männer) gesunken.
    Im Vergleich zur gesamten Europäischen Union lag die Krebssterblichkeit in Deutschland 2022 bei Frauen um 5 Prozent höher, bei Männern um 4 Prozent niedriger.

    Mehr 500.000 Krebserkrankungen pro Jahr

    2023 wurden nach Schätzung des Zentrums für Krebsregisterdaten insgesamt in Deutschland rund 517.800 Krebserkrankungen erstmalig diagnostiziert. Davon waren 276.400 Männer und 241.400 Frauen betroffen. Etwa die Hälfte der Fälle wurden bei Brustdrüse (75.900), Prostata (79.600), Lunge (58.300) oder Dickdarm (55.300) entdeckt.
    Der internationale Weltkrebstag soll das Bewusstsein für Krebserkrankungen schärfen und zu deren Vorbeugung und Behandlung mobilisieren.
    Diese Nachricht wurde am 31.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.