Venezuela
Rodríguez legt Amtseid ab - Maduro beteuert vor Gericht seine Unschuld - Schlagabtausch im UNO-Sicherheitsrat

In Venezuela ist nach der Gefangennahme von Staatschef Maduro durch die USA seine Stellvertreterin Rodríguez als Nachfolgerin ins Amt eingeführt worden.

    Delcy Rodríguez steht an einem Redepult. Sie trägt einen rosafarbenen Blazer. Neben ihr steht die Nationalflagge Venezuelas.
    Delcy Rodríguez wurde zur Interimspräsidentin Venezuelas ernannt. (picture alliance / Xinhua News Agency / Wei Neiruilaquanguodaibiaodahui)
    Sie legte ihren Eid in der Hauptstadt Caracas ab und erklärte, sich für "Frieden und Ruhe" in ihrem Land einsetzen zu wollen. Derweil beteuerte Maduro bei seiner ersten Anhörung vor einem Gericht in New York seine Unschuld. Er betrachte sich weiterhin als Staatschef Venezuelas. Die US-Justiz wirft ihm "Drogenterrorismus" vor.
    In einer Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats warf der venezolanische Botschafter Moncada Washington einen Bruch des Völkerrechts vor. US-Botschafter Waltz sprach hingegen von einem Akt der Strafverfolgung. Auch habe Maduro zuvor mehrere diplomatische Angebote ausgeschlagen.
    Russland und China verlangten in der Sitzung die Freilassung Maduros und seiner Ehefrau.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Venezuela - Zur aktuellen Lage
    Diese Nachricht wurde am 06.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.