Merz-Reise
Roloff (SPD): "Man sollte die steigende Relevanz von Indien nicht unterschätzen"

Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Roloff, hat davor gewarnt, die steigende Relevanz Indiens zu unterschätzen.

    Sebastian Roloff, SPD, spricht im Bundestag.
    Der SPD-Politiker Sebastian Roloff. (Archivbild) (IMAGO / dts Nachrichtenagentur)
    Es sei ein bewusstes Signal, dass der Bundeskanzler zuerst nach Indien gereist sei und nicht nach China, sagte Roloff dem Magazin "Politico". Ziel sei es, "vielleicht ein bisschen" die Abhängigkeit von China zu reduzieren. Mit Blick auf Indiens Nähe zu Russland sieht Roloff klare Grenzen deutscher Einflussnahme. Deutschland könne nicht neue Partnerschaften aufbauen und zugleich verlangen, dass andere ihren Draht zu Russland kappten. Das gelte auch für Rüstungsexporte. Merz ist heute früh zum Auftakt seiner zweitägigen Indienreise von Ministerpräsident Modi empfangen worden. Der Bundeskanzler wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.
    Auch Ex-Vizekanzler Habeck riet angesichts der aktuellen geopolitischen Lage und des Auftretens der US-Regierung zu Allianzen in handelspolitischen Fragen. Der frühere Grünen-Chef sagte im Deutschlandfunk, immer wenn ein Land alleine gegen Amerika stehe, sei Amerika stärker. Verbündeten sich andere Länder, habe man eine Chance.
    Diese Nachricht wurde am 12.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.