
Viele Menschen seien nicht in der Lage, einer Evakuierungsanordnung zu folgen, "weil sie hungern, krank oder verletzt sind", erklärte Spoljaric. Gemäß des humanitären Völkerrechts müsse Israel bei Anordnung einer Evakuierung jedoch alles dafür tun, "um sicherzustellen, dass die Zivilbevölkerung über angemessene Unterkünfte, hygienische Bedingungen, medizinische Versorgung, Sicherheit und Nahrungsmittel" verfüge.
Mit Blick auf die massive Zerstörung und katastrophale humanitäre Lage im Gazastreifen seien diese Bedingungen jedoch nicht erfüllt, was eine Evakuierung "nicht nur unmöglich, sondern unter den gegenwärtigen Umständen völlig unverständlich" mache.
Israel betonte, als Vorbereitung auf die geplante militärische Einnahme der Stadt Gaza bereits Vorkehrungen für die Umquartierung der Einwohner getroffen zu haben. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP soll Israel zudem planen, Hilfslieferungen für Teile des nördlichen Gazastreifens einzuschränken oder gar einzustellen. Auch die Abwürfe von Hilfspaketen über der Stadt Gaza würden in den nächsten Tagen gestoppt werden, hieß es.
Diese Nachricht wurde am 30.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.