NATO-Treffen
Rubio: Stationierung von Soldaten kein Druckmittel

US-Außenminister Rubio hat der Auffassung widersprochen, seine Regierung setze die Stationierung von Truppen als Druckmittel gegenüber den NATO-Verbündeten ein.

    US-Außenminister Marco Rubio und NATO-Generalsekretär Mark Rutte bei einem gemeinsamen Statement während des NATO-Außenministertreffens in der schwedischen Stadt Helsingborg.
    US-Außenminister Rubio sagte, seine Regierung setze die Stationierung von Truppen nicht als Druckmittel ein. (Julia Demaree Nikhinson / Pool AP )
    Rubio sagte bei einem Treffen der Außenminister des Militärbündnisses im schwedischen Helsingborg, man prüfe ständig, wo Truppen stationiert werden. Es gehe dabei nicht um Bestrafung. US-Präsident Trump hatte nach kritischen Worten von Bundeskanzler Merz zum Iran-Krieg den Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland angeordnet. Trump drohte auch Italien und Spanien mit einem Truppenabzug, weil beide Länder dem US-Militär verboten hatten, Stützpunkte für Angriffe im Iran zu nutzen. Bundesaußenminister Wadephul sagte, es sei klar gewesen, dass Washington Einheiten verlegen ⁠werde. Er begrüßte ‌die Entscheidung von US-Präsident Trump, 5.000 Soldaten in Polen zu stationieren. Unklar ist, ob es sich dabei um eine Verlegung von in Deutschland stationierten Soldaten handelt. Mit Blick auf eine Lastenteilung im Bündnis sagte Wadephul, dass die Bundesregierung in diesem Jahr vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und Sicherheit ausgeben wird und sich auf die Marke von fünf Prozent zubewege.
    Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.