Ukraine-Krieg
Rubio und Witkoff treffen ukrainische Delegation

US-Außenminister Rubio und der amerikanische Sondergesandte Witkoff kommen heute mit einem Verhandlungsteam der Ukraine zusammen. Nach offiziellen Angaben soll der Plan für ein Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine erörtert werden. Auch Trumps Schwiegersohn und Berater Kushner nimmt demnach an dem Treffen im Bundesstaat Florida teil.

    Der amerikanische Sondergesandte Witkoff (2.v.l.) und US-Außenminister Rubio (3.v.l.) sitzen an einem Tisch.
    Der amerikanische Sondergesandte Witkoff (2.v.l.) und US-Außenminister Rubio (3.v.l.) werden die Verhandlungen mit den ukrainischen Gesandten leiten. (picture alliance / KEYSTONE / MARTIAL TREZZINI)
    Gestern hatte der ukrainische Präsident Selenskyj die Reise der Delegation bekanntgegeben. Sie wird demnach vom Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Umerow, geleitet. Selenskyjs bisheriger Präsidialamtschef Jermak ist infolge seines Rücktritts wegen Korruptionsvorwürfen nicht dabei. Jermak war der Leiter der ukrainischen Delegation bei den Gesprächen über den von den USA vorgelegten Ukraine-Plan am Sonntag vergangener Woche in Genf.
    Die ursprüngliche Fassung des Ukraine-Plans war weithin als äußerst vorteilhaft für Russland beurteilt worden. So sollte die Ukraine nicht nur die von Russland besetzten Gebiete im Osten des Landes abtreten, sondern auch noch nicht eroberte Regionen. Zudem sollte die Ukraine auf eine NATO-Mitgliedschaft verzichten und ihre Streitkräfte stark verkleinern. Bei den Gesprächen in Genf, an denen auch die Europäer beteiligt waren, wurde der 28-Punkte-Plan abgemildert. Moskau beharrt aber auf dem Rückzug der ukrainischen Armee aus den von Russland beanspruchten Gebieten.
    Der US-Sondergesandte Witkoff wird in der kommenden Woche auch nach Moskau reisen, um mit Kremlchef Putin Gespräche über den Krieg zu führen. Selenskyj wiederum wird am Montag vom französischen Präsidenten Macron in Paris empfangen, um über die Gespräche in Genf und den US-Plan zu beraten.

    Weiterführende Informationen

    Nach Genf-Gesprächen: Ukraine sieht Fortschritte beim Friedensplan (Audio)
    Friedensnobelpreisträgerin Matviichuk: Russland will keinen Frieden (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 30.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.