Rom
Rückkehr zu altem Brauch: Papst Leo XIV. wäscht Priestern die Füße

Papst Leo XIV. wird am heutigen Gründonnerstag zwölf römischen Priestern die Füße waschen.

    Papst Leo XIV. in vollem Ornat. Er hält sich die rechte Hand vor der Brust.
    Papst Leo XIV. (Archivbild) (Andrew Medichini / AP / dpa)
    Die Geste der Demut wird er während einer Messe am frühen Abend in der Lateranbasilika in Rom vollziehen. Sie erinnert an das letzte Abendmahl, vor dem Jesus laut biblischer Überlieferung den Jüngern die Füße gewaschen hat. Leo XIV. kehrt damit zu einer früheren Auslegung des Brauchs zurück. Sein Vorgänger Franziskus hatte diesen nicht an Priestern vollzogen, sondern lenkte damit Aufmerksamkeit auf marginalisierte Gesellschaftsgruppen. Unter anderem ging er dafür zu Häftlingen in ein Gefängnis.
    Am morgigen Karfreitag will Leo XIV. als erster Papst seit vielen Jahren beim Kreuzweg am Kolosseum in Rom das Kreuz an allen 14 Stationen selbst tragen. Zur Begründung sagte er, der Papst sei eine Stimme, die sage, dass Christus auch heute noch leide. Am Ostersonntag wird Leo XIV. dann auf dem Petersplatz den traditionellen Segen Urbi et Orbi - Der Stadt und dem Erdkreis - spenden.
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.