Kind nach Leihmutterschaft
Rücktrittsforderungen an Unionsfraktionschef Spahn (CDU) aus der eigenen Partei

Der CDU-Politiker und Unionsfraktionsvorsitzende Spahn sieht sich Rücktrittsforderungen aus der eigenen Partei ausgesetzt, nachdem er mit Hilfe einer Leihmutter aus den USA Vater geworden ist.

    Jens Spahn steht vor einer Wand mit dem Logo der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
    Jens Spahn (CDU) (picture alliance / dts-Agentur / dts Nachrichtenagentur GmbH)
    Der CDU-Vorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Peters, sagte der "Bild"-Zeitung, Spahn habe sich in voller Absicht über in Deutschland geltendes Recht hinweggesetzt. Damit sei er nicht mehr tragbar. Auch die Schatzmeisterin der Frauen-Union, Rosin, legte Spahn den Rücktritt nahe. Kritik kam außerdem von der Gruppe der Frauen in der Unionsfraktion. Die Vorsitzende Heil sagte der "Frankfurter Allgemeinen", Frauen dürften weder zum Sex gekauft, noch als Brutkasten missbraucht werden.
    Der Chef der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei, Liminski, sagte im Interview der Woche des Deutschlandfunks, Spahn sei mit der Umgehung deutscher Bestimmungen einen Konflikt eingegangen. Auf die entstandene Glaubwürdigkeitsfrage müsse er nun Antworten finden.
    Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Als Bundesgesundheitsminister hatte Spahn im Jahr 2020 dafür gestimmt, dass das so bleibt.
    Diese Nachricht wurde am 17.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.