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Tag der Pflegenden
Rufe nach mehr Unterstützung und Entlastung für Pflegende und Familien

Sozialverbände und Politiker haben zum heutigen internationalen Tag der Pflegenden mehr Unterstützung gefordert. Der Deutsche Caritasverband erklärte, dies gelte vor allem für Frauen, die in erster Linie ihre Mütter und Väter pflegten.

    Eine junge Frau kämmt einer alten die Haare. Sie stehen im Badezimmer, die alte Frau hält sich am Waschbecken fest.
    Häusliche Pflege: Sozialverbände fordern mehr Unterstützung für Pflegende und Familien (picture alliance / photothek / Ute Grabowsky)
    Präsidentin Welskop-Deffaa betonte, nötig seien infrastrukturelle Entlastung, zeitliche Spielräume und finanzielle Anerkennung. Heute gebe es fünf Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland. In zehn Jahren würden es über eine halbe Million mehr sein, wenn die Babyboomer in das Alter kämen, in dem sie mehr Unterstützung benötigten. Ähnlich äußerte sich die Deutsche Stiftung Patientenschutz. Vorstand Brysch warf der Bundesregierung vor, die über vier Millionen Pflegebedürftigen daheim und ihre Angehörigen im Stich zu lassen. Seelisch, körperlich und finanziell seien die Familien und die Betroffenen am Ende.
    Nordrhein-Westfalens Sozialminister Laumann würdigte das Engagement der professionellen Pflegekräfte in NRW. Der SPD-Politiker Klute betonte, Pflegende brauchten dringend mehr als nur warme Worte. Knapp 90 Prozent der Pflegebedürftigen lebten zu Hause.
    Diese Nachricht wurde am 12.05.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.