Energieversorgung
Rumänien schaltet wegen Donau-Niedrigwassers Atomreaktor ab

Rumänien schaltet wegen des niedrigen Wasserstands ‌der ⁠Donau ab ⁠heute einen seiner beiden Atomreaktoren ab.

    Ein Fischer versucht am 22. Juli 2026, sein Boot zu bewegen, das vor der Calafat-Vidin-Brücke, die Bulgarien und Rumänien in der Nähe des Dorfes Antimovo im Südosten Bulgariens verbindet, durch Algen am Grund der Donau blockiert ist.
    Anhaltende Dürre in ganz Europa hat die Wasserstände entlang der Donau auf saisonale Rekordtiefstände sinken lassen. (AFP / NIKOLAY DOYCHINOV)
    Das Energieministerium in Bukarest teilte mit, die Maßnahme diene dem Schutz der Kühlsysteme. Der Pegel des ⁠Flusses ⁠sei auf ⁠den niedrigsten Stand seit ⁠30 Jahren gesunken. ⁠Die Ausfälle muss Rumänien durch Stromimporte ausgleichen.
    In Deutschland lässt die anhaltende Trockenheit die Wasserstände des Rheins weiter sinken. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung rechnet damit, dass der Pegel an der wichtigen Rhein-Engstelle Kaub nahe Koblenz von etwa 35 Zentimetern gestern auf rund 20 Zentimeter am Freitag sinken wird. Da Frachtschiffe nicht mehr voll beladen werden können, verteuern sich die Transporte.
    Diese Nachricht wurde am 28.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.