Archäologie
Rund 1.700 Jahre altes Ei enthält noch Flüssigkeit

Ein Ei aus römischer Zeit, das vor einigen Jahren in der englischen Stadt Aylesbury gefunden wurde, enthält noch immer Flüssigkeit. Das bestätigte der Ausgrabungsleiter des Unternehmens Oxford Archaeology, Biddulph, der Deutschen Presse-Agentur. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich bei der Flüssigkeit um Gemisch aus Eiweiß und Dotter handelt.

13.02.2024
    Eine archäologische Ausgrabungsstätte. Mehrere in Warnwesten gekleidete Menschen sitzen am Boden zwischen Erdhaufen. Die Stätte ist mit einem Band abgesperrt.
    Die Ausgrabungsstätte in der mittelenglischen Stadt Aylesbury. Hier wurde das römische Ei 2019 gefunden. (- / Oxford Archaeology / dpa / -)
    Das Ei war 2019 in einer mit Wasser gefüllten Grube gefunden worden. Womöglich war es dort als Teil einer Opfergabe zwischen den Jahren 270 und 300 platziert worden. Weitere Eier, die in der gleichen Grube entdeckt wurden, zerbrachen Biddulph zufolge nach dem Kontakt mit der Luft. Herausgetreten sei eine Flüssigkeit mit einem penetrant schwefeligen Geruch. 
    Ein CT-Scan des einzigen intakten Eis habe die Flüssigkeit mitsamt einer Luftblase gezeigt. Die Wissenschaftler vermuten, dass es sich um ein Hühnerei handelt. Es habe "riesiges Forschungspotenzial", betonte Biddulph. Einerseits gehe es darum, wie solche Objekte erhalten bleiben könnten. Spannend seien aber auch die Fragen rund um die Haltung und Nutzung von Hühnern und Vögeln in der römischen Zeit.
    Diese Nachricht wurde am 13.02.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.