Iran-Krieg
Rund 100.000 Menschen laut UNO aus Teheran geflohen - Angriffe auf beiden Seiten gehen weiter

In den ersten beiden Tagen des Iran-Krieges sind nach Erkenntnissen der UNO rund 100.000 Menschen aus der Hauptstadt Teheran geflohen.

    Rauchwolken über Teheran nach den Angriffen von Israel und den USA
    Rauchwolken über Teheran: Israel und die USA greifen Ziele im Iran an (Archivbild) (picture alliance / Anadolu | Fatemeh Bahrami)
    Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks UNHCR deuten die Bewegungen aber nicht auf eine grenzüberschreitende Flucht hin. In Teheran leben etwa 8,7 Millionen Menschen. Die iranischen Behörden hatten die Bewohner bereits am Samstag per SMS zum Verlassen der Hauptstadt aufgerufen.
    Auch heute gab es dort wieder Angriffe. Israel bestätigte Bombardierungen der militärischen Infrastruktur in Teheran. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten von einer heftigen Explosion in der Hauptstadt. Iranische Medien meldeten außerdem Explosionen in weiteren Städten, darunter Bandar Abbas am Persischen Golf und Täbris im Nordwesten. 
    Gleichzeitig hat Israel erneut auf Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon gefeuert. Dabei sollen 72 Menschen getötet worden sein. Die Hisbollah hatte in der Nacht zu Montag begonnen, als Reaktion auf die Angriffe im Iran auf Israel zu schießen. Dort gab es auch heute wieder Luftalarm in weiten Teilen des Landes. Raketen aus dem Libanon und dem Iran wurden auf Israel gefeuert, wobei die meisten Geschosse abgefangen wurden oder in unbewohntem Gebiet einschlugen.
    Die Türkei gab ebenfalls Warnungen heraus, nachdem heute früh eine Rakete auf ihren Luftraum zugeflogen war. Das Verteidigungsministerium in Ankara teilte mit, dass die Rakete im östlichen Mittelmeer von dort stationierten NATO-Luftabwehrsystemen unschädlich gemacht worden sei. Offenbar hatte sie eine NATO-Basis in der Türkei als Ziel.
    Diese Nachricht wurde am 04.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.