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Verdacht der Volksverhetzung
Rund 400 Menschen protestieren gegen Konzert von Roger Waters

Vor dem umstrittenen Konzert von Roger Waters haben rund 400 Menschen vor der Festhalle in Frankfurt gegen den Auftritt des britischen Rockmusikers protestiert.

    Zwei Teilnehmer einer Demonstration gegen das Konzert von Roger Waters vor der Olympiahalle in München am 21.05.2023. Eine Person hält ein Schild mit der Aufschrift "We don't need no Roger Waters".
    Auch beim Konzert in München am 21. Mai gab es Proteste gegen den Auftritt von Roger Waters. (imago-images / Stefan M Prager)
    Man wolle ein Zeichen gegen Antisemitismus, gegen Israel-Hass und gegen Verschwörungstheorien setzen, sagte Michaela Fuhrmann, Leiterin Politische Beziehungen der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, der Deutschen Presse-Agentur. Die Teilnehmer hielten Schilder mit Aufschriften wie "Israel, wir sind an Deiner Seite" und "Roger Waters, wish you were not here" (Auf Deutsch: Roger Waters, wir wünschten, Du wärest nicht hier) als Anspielung auf einen der bekanntesten Songs der Rockgruppe Pink Floyd, zu deren Gründern Waters gehört.
    In der Frankfurter Festhalle als Veranstaltungsort des Konzerts waren im Zuge der Pogromnacht 1938 mehr als 3000 jüdische Männer zusammengetrieben, festgehalten, misshandelt und schließlich deportiert worden. Im Gedenken an sie verlasen Schülerinnen und Schüler Namen von Opfern.
    Waters wurde zuletzt immer wieder Antisemitismus vorgeworfen, bundesweit gibt es viel Kritik an den Auftritten des britischen Musikers. Der Musiker weist die Vorwürfe zurück. Ursprünglich sollte das Konzert in Frankfurt wegen Antisemitismusvorwürfen abgesagt werden. Waters hatte dagegen geklagt und vom Frankfurter Verwaltungsgericht Ende April Recht bekommen.
    Diese Nachricht wurde am 28.05.2023 im Programm Deutschlandfunk Kultur gesendet.