
Das UNO-Büro für humanitäre Angelegenheiten in Genf erklärte, die Zahl der Binnenflüchtlinge sei innerhalb von 24 Stunden deutlich gestiegen. Nach israelischen Militärangaben haben sich bislang mehr als 600.000 Palästinenser in den Süden des Gazastreifens begeben. Hilfsorganisationen warnten vor katastrophalen Zuständen. Medico und Misereor mahnten die Einhaltung des Völkerrechts und die unverzügliche Einrichtung humanitärer Korridore für die Versorgung der 2,2 Millionen Menschen an.
Israel nahm nach eigenen Angaben die Wasserversorgung im Süden des Palästinensergebiets wieder auf. Die Entscheidung sei bei einem Gespräch zwischen Regierungschef Netanjahu und US-Präsident Biden getroffen worden, teilte Energieminister Katz mit. Biden erörterte die humanitäre Lage im Gazastreifen auch in einem Telefonat mit Palästinenserpräsident Abbas. Dabei betonte Biden, dass er mit Partnern in der Region zusammenarbeite, um sicherzustellen, dass Hilfsgüter die Zivilbevölkerung erreichten.
Nach dem Großangriff der islamistischen Hamas am vergangenen Wochenende hatte Israel das Palästinensergebiet vollständig abgeriegelt. Israel bombardiert Ziele im Gazastreifen und bereitet eine Bodenoffensive vor.
Diese Nachricht wurde am 16.10.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
