
Ziel sei es, eine Branchenvereinbarung zu treffen. Weimar hatte sich zuvor mit Popstars wie Herbert Grönemeyer getroffen und danach mit den Vertretern wichtiger Plattformen wie Spotify, YouTube und Amazon. Hintergrund ist die Klage vieler Musikerinnen und Musiker, trotz Milliardenumsätzen der Streamingdienste von ihrer Vergütung kaum leben zu können.
Laut einer Umfrage unter 3.000 Musikschaffenden sind drei von vier Befragten unzufrieden mit ihren Einnahmen aus dem Musikstreaming. 2023 entfielen den Angaben zufolge 75 Prozent der Umsätze auf 0,1 Prozent der Künstlerinnen und Künstler. Umgekehrt erzielten 68 Prozent der Musikschaffenden weniger als 1 Euro Umsatz. Mehrere Musikverbände hatten im vergangenen Sommer eine Abgabe auch für Musikstreamingdienste gefordert.
Plattformen gesprächsbereit
Die Plattformen seien grundsätzlich offen, über alternative Vergütungsmodelle zu reden, sagte Susanne Dehmel vom Verband Bitkom. Sie betonte aber auch, inzwischen hätten mehr Künstler als früher ein steuerrelevantes Einkommen aus dem Musikstreaming. Man rede letztlich nicht über höhere Summen, sondern über eine Umverteilung.
Sollte es beim Runden Tisch zu keiner Lösung kommen, ist Kulturstaatsminister Weimer offenbar auch bereit, eine gesetzliche Regelung zu finden. Er sagte, bei einem Scheitern der Gespräche liege auch die Frage auf dem Tisch, ob man in der weiteren Entwicklung eingreifen müsse.
Diese Nachricht wurde am 17.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
