US-Gericht
Rushdie-Attentäter nun auch wegen Terrorismus verurteilt

Dem wegen des Attentats auf den Schriftsteller Salman Rushdie verurteilten Angreifer droht in den USA eine noch höhere Strafe.

    Brandenburg, Potsdam: Der Autor Salman Rushdie stellt im Nikolaisaal im Rahmen des Literaturfestivals "LIT: potsdam" seinen neuen Erzählband "Die elfte Stunde" vor.
    Der Autor Salman Rushdie (Jens Kalaene/dpa)
    Wie das US-Justizministerium mitteilte, sprach ein Bundesgericht in Buffalo im Bundesstaat New York den Mann auch des Terrorismus für schuldig. Ihm droht damit eine lebenslange Haft.
    Der Attentäter war bereits zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden. In dem neuen Verfahren wurde ihm vorgeworfen, auf Anweisung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon gehandelt zu haben. Der 28-Jährige aus New Jersey habe mit der Durchsetzung einer sogenannten Fatwa gegen Rushdie einen Terrorakt verübt.
    Der Islamist hatte damals bei einer Lesung in New York mehrfach auf Rushdie eingestochen, der schwer verletzt überlebte und seitdem auf einem Auge blind ist.
    Im Jahr 1988 hatte der damalige iranische Revolutionsführer Chomeini zur Ermordung des Autors aufgerufen, weil er durch dessen Roman "Die satanischen Verse" den Islam beleidigt sah.
    Diese Nachricht wurde am 30.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.